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Prompt-Leitfaden zur Videogenerierung

Inhaltsverzeichnis


1. Schnellstart

Grundlegendes Prompting-Sandwich

Eine einfache Möglichkeit, einen starken Video-Prompt zu strukturieren, ist:

[Kinematografie] + [Subjekt] + [Aktion] + [Kontext] + [Stil & Atmosphäre]

  1. Kinematografie: Definiere die Kameraführung und den Bildaufbau.

  2. Betreff: Identifiziere die Hauptfigur oder den Fokuspunkt.

  3. Aktion: Beschreibe, was das Subjekt tut.

  4. Kontext: Beschreibe die Umgebung und Hintergrundelemente im Detail.

  5. Stil & Atmosphäre: Gib die Gesamtästhetik, Stimmung und Beleuchtung an

Beispiel

Halbtotale, ein erschöpfter Büroangestellter reibt sich vor Müdigkeit die Schläfen, vor einem klobigen Computer aus den 1980ern in einem chaotischen Büro spät in der Nacht. Die Szene wird von grellem fluoreszierendem Deckenlicht und dem grünen Schein des monochromen Monitors beleuchtet. Retro-Ästhetik, aufgenommen, als wäre es auf Farbfilm aus den 1980ern gedreht, leicht körnig.


2) Unterteile den Prompt in klare Elemente

Kinematografie

Beschreibe, wie die Szene gefilmt werden soll.

Du kannst Folgendes angeben:

  • Aufnahmetyp: Totale, Halbtotale, Nahaufnahme, extreme Nahaufnahme, Makro, Over-the-Shoulder, lange Einstellung, POV

  • Kamerawinkel: Augenhöhe, Untersicht, Aufsicht, von oben, Froschperspektive, Dutch Angle,

  • Kamerabewegung: langsames Dolly-in, Schwenk, Neigung, stativfest, Handkamera-Tracking, Orbit, Kranfahrt, statische Einstellung (oder fest), Truck, Podest, Zoom, Drohne, Whip Pan, Bogenfahrt

  • Objektiv & Fokus: 35-mm-Objektiv, geringe Tiefenschärfe, weiches Bokeh, anamorphe Flares, Weitwinkel, Teleobjektiv, große Tiefenschärfe, Lens Flare, Rack Focus, Fisheye, Vertigo

Beispiel:

Subjekt

Nenne den Hauptfokus der Aufnahme. Sei spezifisch. Füge definierende Details wie Farbe, Material, Alter, Spezies, Kleidung oder Ausdruck hinzu, wo hilfreich.

Beispiele:

  • Menschen: Allgemeine Beschreibungen (Mann, Frau, ältere Person), Spezifische Berufe, Historische Figuren, Mythische Wesen ("schelmische Fee", "ein stoischer Ritter")

  • Tiere oder Kreaturen: Spezifische Tierrassen, Fantastische Kreaturen: ("ein Miniaturdrache mit schillernden Schuppen", "ein weiser, uralter sprechender Baum")

  • Objekte: Alltägliche Gegenstände, Fahrzeuge, Abstrakte Formen ("leuchtende Kugeln", "kristalline Strukturen")

Aktion

Beschreibe, was das Subjekt tut. Je klarer die Aktion, desto vorhersehbarer die Animation.

Du kannst Folgendes angeben:

  • Grundbewegungen: gehen, rennen, springen, fliegen, schwimmen, tanzen, sich drehen, fallen, stillstehen, sitzen

  • Interaktionen: sprechen, lachen, streiten, umarmen, kämpfen, ein Spiel spielen, kochen, bauen, schreiben, lesen, beobachten

  • Emotionale Ausdrücke: lächeln, die Stirn runzeln, Überraschung, tief konzentrieren, nachdenklich wirken, Begeisterung zeigen, weinen

  • Subtile Aktionen: eine sanfte Brise, die das Haar zerzaust, raschelnde Blätter, ein leichtes Nicken, ungeduldiges Fingertippen, langsames Blinzeln

  • Verwandlungen oder Prozesse: eine Blume, die in Zeitraffer blüht, schmelzendes Eis, eine sich im Laufe der Zeit entwickelnde Stadtsilhouette (allerdings die Clip-Länge für Ereignisse berücksichtigen, die über einen längeren Zeitraum ablaufen)

Kontext

Beschreibe die Umgebung oder die Situation um das Subjekt herum. Kontext verankert die Szene und verhindert generische Ergebnisse.

Du kannst Folgendes angeben:

  • Ort (Innenraum): ein gemütliches Wohnzimmer mit knisterndem Kamin, ein steriles futuristisches Labor, ein chaotisches Künstleratelier, ein prunkvoller Ballsaal, ein staubiger Dachboden

  • Ort (Außenbereich): ein sonnenverwöhnter tropischer Strand, ein nebeliger uralter Wald, eine belebte futuristische Stadtlandschaft bei Nacht, ein ruhiger Berggipfel im Morgengrauen, ein trostloser fremder Planet

  • Tageszeit: Goldene Stunde, Mittagssonne, Dämmerung, tiefe Nacht, vor der Morgendämmerung

  • Wetter: klarer blauer Himmel, bedeckt und düster, leichter Nieselregen, heftiges Gewitter mit sichtbaren Blitzen, sanfter Schneefall, wirbelnder Nebel

  • Historische oder fantastische Epoche: ein mittelalterlicher Burghof, ein dröhnender Jazzclub der 1920er Jahre, eine Cyberpunk-Gasse, eine verwunschene Waldlichtung

  • Atmosphärische Details: Staubpartikel im Sonnenstrahl, flimmernde Hitzeschleier, Spiegelungen auf nassem Pflaster, vom Wind verwehte Blätter

Stil & Atmosphäre

Beschreibe das Aussehen und die Stimmung des Videos. Statt etwas Allgemeines wie „epische Atmosphäre“ zu schreiben, definiere die Stimmung durch Beleuchtung, Farbpalette und Textur.

Du kannst Folgendes angeben:

  • Stil: filmischer Realismus, Stop-Motion-Gefühl, handgezeichnete Animation, Film Noir, Retro-VHS, fotorealistisch, filmisch, Animation, Kunstrichtungen/Künstler, spezifische Looks

  • Beleuchtung: weiches Key Light, warme Tungsten-Prakticals, kühles Mondlicht als Randlicht, natürliches Licht, künstliches Licht, filmische Beleuchtung ("Rembrandt-Beleuchtung bei einem Porträt"), spezielle Effekte ("volumetrische Beleuchtung, die sichtbare Lichtstrahlen erzeugt")

  • Ton oder Stimmung: fröhlich/heiter, traurig/melancholisch, spannend/angespannt, friedlich/gelassen, episch/grandios, futuristisch/Sci-Fi, vintage/retro, romantisch, Horror

  • Atmosphäre: Farbpaletten, atmosphärische Effekte, texturale Qualitäten

Für einen ausführlichen Leitfaden zu Elementen der Videoerstellung siehe Veo Prompt Guide


3) Sei spezifisch und konkret

Ersetze vage Sprache durch visuelle Anweisungen.

Spezifische Prompts erzeugen meist besser kontrollierbare Ergebnisse, weil das Modell weniger Raum zum Raten hat. Googles Prompt-Empfehlungen betonen ebenfalls die Verwendung detaillierter, expliziter Anweisungen statt abstrakter Beschreibungen.

Schwächer:

Besser:


4) Halte den Prompt übersichtlich

Schreibe in kurzen, lesbaren Zeilen oder kurzen gruppierten Abschnitten.

Eine klare Struktur funktioniert oft besser als ein langer Absatz. Zum Beispiel:

Format 16:9, 6 Sekunden, filmischer Realismus.

Subjekt + Aktion Eine matt-schwarze Hautpflegeflasche dreht sich langsam auf einer nassen Steinplatte.

Kinematografie Festes Stativ. 50-mm-Objektiv. Geringe Tiefenschärfe.

Stil & Atmosphäre Weiches kühles Gegenlicht, dezentes Bloom, filmische Farbgebung mit niedrigem Kontrast.

Diese Art von Struktur reduziert Mehrdeutigkeiten und erleichtert spätere Anpassungen.


5) Definiere Einschränkungen frühzeitig

Platziere die wichtigsten technischen Einschränkungen nahe am Anfang des Prompts:

  • Seitenverhältnis

  • Cliplänge

  • Bildstil oder Format

  • Auflösung, falls unterstützt

  • allgemeiner visueller Modus

Beispiel:


6) Formuliere Negative Prompts richtig

Wenn du Elemente ausschließen willst, vermeide ungeschickte Formulierungen wie:

  • „keine Gebäude zeigen“

  • „keine gruselige Stimmung“

  • „mach es nicht dunkel“

Formuliere den Ausschluss stattdessen klar als Liste negativer Prompts.

Beispiel:


7) Denke in Story-Beats

Auch kurze Clips funktionieren besser, wenn sie eine innere Struktur haben.

Für einen 6–8 Sekunden langen Clip kannst du in einfachen Beats denken:

  • Beat 1: Subjekt und Umgebung etablieren

  • Beat 2: Bewegung oder Aktion einführen

  • Beat 3: mit einer Enthüllung, einem Ausdruck oder einem Hold enden


8) Verwende Referenzbilder für Konsistenz

Verwende Referenzinputs, wenn du Folgendes möchtest:

  • dieselbe Figur über mehrere Aufnahmen hinweg

  • dasselbe Produktdesign über Variationen hinweg

  • dieselbe Umgebung oder Art Direction

  • mehr visuelle Konsistenz von Szene zu Szene


9) Veo 3.1 Prompting-Leitfaden

Tipps

  1. Native Audio-Präfixe: Veo 3.1 ist eines der wenigen Modelle, das direkte Audio-zu-Video-Synchronisation innerhalb des Prompts mithilfe bestimmter Tags erlaubt:

  2. 300-Zeichen-Grenze: Veo 3.1 reagiert sehr empfindlich auf die Prompt-Länge. Ziele auf 150–300 Zeichen. Prompts mit mehr als 400 Zeichen führen oft zu „Prompt-Leakage“, bei der das Modell die zweite Hälfte deiner Anweisungen ignoriert.

  3. Zeitstempel-basiertes Prompting: Du kannst ein bestimmtes Tempo steuern, indem du Zeitmarken hinzufügst.

  4. Mehrfachreferenz-„Zutaten“: Statt nur einer einzigen „Bild-zu-Video“-Referenz unterstützt Veo 3.1 bis zu drei Bildeingaben. Nutze dies, um gleichzeitig Konsistenz für ein bestimmtes Produkt, eine bestimmte Figur und einen bestimmten Hintergrund zu bewahren

Audio-Prompting

Für Veo 3.1 sollte Audio als ein Hauptbestandteil des Prompts behandelt werden, wenn es relevant ist. Googles neuester Veo-Leitfaden hebt synchronisiertes Audio ausdrücklich hervor, einschließlich Dialog, Umgebungsgeräuschen und Soundeffekten.

Nützliche Audioelemente sind:

  • Dialog

  • Umgebungsraumton

  • Umgebungsgeräusche

  • Soundeffekte

  • Musik oder keine Musik

  • Stimmton, Tempo, Stil oder Akzent

Eine gute Faustregel ist, Audio in separaten Zeilen zu beschreiben.

Beispiel ohne Dialog

Beispiel mit Dialog

Zeitstempel-Prompting

Abgesehen von Story-Beats geht Veo 3.1 jetzt noch weiter, indem es zeitstempelbasiertes Prompting für ein expliziteres Szenentempo unterstützt. Googles neueste Anleitung enthält zeitgestempelte Shot-Beschreibungen als Möglichkeit, die Abfolge von Ereignissen in einem kurzen Clip zu steuern.

Beispiel:

Workflows zur Videoerstellung

Zutaten zu Video

Bereite visuelle Zutaten wie Figuren, Requisiten oder Umgebungen vor und animiere sie dann zu einer Videoszene. Google hebt dies ausdrücklich für den Aufbau von Mehrfachszenen mit konsistenten Figuren und Dialog hervor.

Wie funktioniert es:

  1. Erstelle deine „Zutaten“: Referenzbilder

  2. Komponiere die Szene: Nutze die Funktion Zutaten zu Video mit den relevanten Referenzbildern.

Verwende dies, wenn:

  • du ein wiederholbares Figurendesign brauchst

  • du möchtest, dass ein Produkt konsistent bleibt

  • du möchtest, dass sich eine Szene über mehrere Aufnahmen hinweg wie dieselbe Welt anfühlt

  • du eine Dialogszene mit wiederkehrenden Subjekten aufbaust

Erstes und letztes Bild

Du gibst ein Startbild und ein Endbild vor und bittest dann das Modell, den Übergang dazwischen zu erzeugen. Googles Veo-3.1-Leitfaden beschreibt diese Funktion ausdrücklich und empfiehlt, sowohl die Bewegung als auch das Audio für die Zwischen-Sequenz zu beschreiben.

Verwende dies, wenn du Folgendes möchtest:

  • eine kontrollierte Transformation zwischen zwei Zuständen

  • eine Enthüllung von einer Komposition zur anderen

  • einen präzisen Übergangsbogen

  • eine stilisierte Vorher/Nachher-Bewegung

Beispiel

Für einen ausführlichen Leitfaden zu Workflows der Videoerstellung siehe Veo Prompt Guide

Prompt-Vorlagen

  1. Allgemeine Vorlage für die Videoerstellung

  1. Produkt hier mit nativem Audio

  1. Figur mit Dialog

  1. Variante mit erstem Bild / Bild-zu-Video

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